UNESCO Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung" & GenE in München

GenE ist ein Projekt der Münchner Leitlinie „Bildung“ und somit Teil des integrierten Entwicklungsprogramms „Perspektive München“. Viele Aspekte aus dem UNESCO-Weltaktionsprogramm, der Erklärung der Dekade-Kommunen und den Empfehlungen aus dem Münchner Nachhaltigkeitsbericht 2014 setzt GenE in innovativen Bildungsangeboten sowie Anstößen zu partizipativem Bürgerengagement um.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Dekade-Kommunen, u. a. München, erklären:
... [und es] hat sich gezeigt, dass „Bildung für nach­ haltige Entwicklung“ (BNE) für die individuelle Gestal­ tung eines „Guten Lebens“ im Sinne einer Sensibilisie­rung und Entwicklung sozial gerechter, ökonomisch fairer und ökologischer Verhaltensweisen elementar von Bedeutung ist.
Wir unterstützen, dass BNE [und SystemDenken] in unseren Kommunen möglichst auf allen Ebenen des formalen Bildungssystems (von der Kita bis zur Univer­sität) sowie in der non­formalen Bildung (z. B. außer­ schulische Jugendbildung) und dem informellen Lernen in allen Lebensbereichen verankert wird.

Ganzheitliche Bildungsformate, um nachhaltige Entwicklung zu verstehen und zur Gestaltung dieses „Guten Lebens“ beizutragen, bietet GenE in München an: Ob mit dem Ökologischen Fußabdruck an der Münchner Volkshochschule, dem Ressourcenspiel Fishbanks an der Münchner Hochschule, dem Welthandelsspiel in der Lehrerfortbildung am Pädagogischen Institut oder an Schulen. SystemDenken ist Kern im Bündel der namensgebenden Gestaltungskompetenzen und des pädagogischen Ansatzes des Aktionslernens. Ein großer Erfolg war die gute Platzierung einer Gruppe vom Kreisjugendring München-Stadt bei der bundesweiten Ecopolicyade 2012, einem Wettbewerb in der Steuerung eines hochvernetzten Gemeinwesens in einer Computersimulation von Frederic Vester.

Derzeit fehlt nur noch der Kita-Bereich. Dort könnte das Earth-Education-Programm „Teddy Bärs Picknick“ einen ersten spielerischen Zugang zu (Grund-)Bedürfnissen aller lebenden Wesen vermitteln. Und weiter heißt es bei den Bürgermeistern:

Wir werden den im WAP­Entwurf aufgeführten „Dialog sowie die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl relevanter Akteure“ weiter voranbringen. Neben der „Diversifizierung und Ausweitung bestehender Netz­ werke“ werden wir als Verantwortliche auf lokaler Ebe­ ne auch die vom Weltaktionsprogramm gewünschte „Bereitstellung von Lernmöglichkeiten im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung“ verstärken.

An dieser Stelle hofft das GenE-Team, bald im Munich U.LAB Hub oder im Systemischen Salon auch Gäste und Teilnehmende aus den städtischen Referaten, den Bezirksausschüssen oder der Münchner Parteien begrüßen zu können. Die hochwertige Gesprächsatmosphäre als wichtiger Bestandteil einer gelebten „Münchner Kultur der Nachhaltigkeit“ wäre sicherlich ein essenzieller Beitrag in der oben genannten Zusammenarbeit relevanter Akteure.

Denn in einer Welt, in der die globale Prosperität sowie Wohlfahrt und Wohlergehen der Menschen vom Wissen des Einzelnen und dem gemeinschaftlichen Handeln abhängen, ist BNE [incl. SystemDenken] auf der lokalen Ebene ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Regionalentwicklung.

Dieser Satz von Prof. Dr. Gerhard de Haan umreißt den global-lokalen Charakter des derzeit notwendigen Horizontes, der möglichst vielen Menschen verfügbar sein muss, wenn wir ein lebenswertes München in einer lebenswerten Welt gestalten wollen.

Alles über das UNESCO-Weltaktionsprogramm: www.bne-portal.de