SystemDenken und GlobalesLernen

Zukunft gestalten lernen

Systemisches Denken für eine nachhaltige Entwicklung

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen,

durch die sie entstanden sind.“ (Albert Einstein)

Die wachsende Bedeutung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stellen große UN-Projekte wie das Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung" unter Beweis. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen in die Lage versetzt werden, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und die Auswirkungen eigenen Handelns auf künftige Generationen und auf das Leben in anderen Weltregionen zu berücksichtigen.

Vernetztes bzw. systemisches Denken gilt dabei als zentrale Gestaltungskompetenz.

Die Schulung besteht aus folgenden Teilen:




Teil 1

 

Impulsseminar:

Systemdenken und nachhaltige Entwicklung

Einführung in Systemdenken und Nachhaltigkeit anhand

erfahrungsorientierter Methoden.

Themen:

1.  Einführung zum Begriff „Nachhaltige Entwicklung“

2.  Unserem Denken und Handeln auf der Spur

- Wahrnehmung

- Konkurrenz, Wettbewerb

- Kommunikation

- Wachstum

3.  Systeme und wie sie funktionieren

4.  Kein Ausweg möglich? Veränderungslernen

Referent(inn)en: Marita Matschke (Nord Süd Forum München),
Christoph Steinbrink (LMU)

 

 

08.-10. November 2017

 

Fortbildungsstätte
Achatswies,

83730 Fischbachau

Beginn: Mi 9.00 Uhr

(Anreise ab 8 Uhr)

Ende: Fr 15.30 Uhr

(2 Übernachtungen)

 

 

Teil 2

 

Workshops für die Praxis

Workshop 1: Umsetzung im Unterricht für Lehrkräfte

Der Workshop für Lehrkräfte beschäftigt sich mit Möglichkeiten, Methoden und Medien zur Förderung von Systemdenken im Unterricht (alle Fächer; Schwerpunkt 5.-9. Jahrgangsstufe).

Referentinnen:

  • Dr. Brigitte Bollmann-Zuberbühler (PH Zürich),

  • Anita Schneider (PH Zürich).

Workshop 2: Umgang mit komplexen Entscheidungen

Aspekte des Systemdenkens werden vertieft, wie z.B. der Einsatz von Tools zur Handlungsfähigkeit sowie kongruente Kommunikation.

Referent: Reiner Schmidt (BenE München)

 

 

27. u. 28. November 2017

 

Salesianum,

St-Wolfgangs-Platz 11

81669 München

 

Mo, 27.11.17, 9-18 Uhr

Di, 28.11.17, 9-18 Uhr

ohne Übernachtung

 

 

Die Schulung wird im Rahmen des Leitprojekts GenE von der Landeshaupstadt München gefördert und gemeinsam vom Pädagogischen Institut und BenE München e.V. veranstaltet - in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Zürich.

 

Zielgruppe: Lehrkräfte an Schulen (alle Fächer) sowie andere Akteure der Stadtgesellschaft (PädagogInnen, BeraterInnen, TrainerInnen, Fach- und Führungskräfte usw.)

Preisinformation und Anmeldung:



Lehrkräfte an Münchner Schulen

Für Lehrkräfte an Münchner Schulen (sowie städt. Erziehungskräfte) ist die Teilnahme kostenfrei. In Achatswies fällt nur ein Verpflegungsanteil von 20 € an.

Anmeldung bitte beim Pädagogischen Institut: Kurs 73-GA0.09/10.

und online unter www.pi-muenchen.de.

Sachbearbeitung: Claudia Coffaro Tel. 233-32101, E-Mail: claudia.coffaro@muenchen.de

Weitere Informationen: Christian Winkler, Tel. 233-32116

Andere Teilnehmer/innen:

Information: www.bene-muenchen.de/bene-aktiv/gene/veranstaltungen/gene-termine/

Weitere Informationen und Anmeldung:

Reiner Schmidt - GenE-Koordinator

Sabine Leise – Geschäftsstelleiterin

BenE München e.V., Geschäftsstelle, Ledererstraße 17, 80331 München

E-Mail: gene@bene-muenchen.de, Tel. (089) 230 02784

Kostenbeiträge:

Standard:          320,- €
Studierende:       80,- €
Unterstützer:      400,- €

 

Anmeldung bitte spätestens bis 12.10.2017 !

Bitte geben Sie diese Information auch an andere interessierte Kolleginnen und Kollegen weiter!

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

 

 

Hintergrundinformation zur Schulung:

Bildung für nachhaltige Entwicklung

und systemisches Denken

Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, seit der UNO-Weltkonferenz von Rio 1992 allgemein bekannt, versucht die Lebensverhältnisse der Menschen wieder mit den Möglichkeiten auf einem endlichen Planeten in Einklang zu bringen und ruft zur Verantwortung auf. Doch wie kann das Engagement für eine Kulturveränderung hin zu mehr Nachhaltigkeit, ein nachhaltiger Lebensstil, verantwortungsvolles Unternehmertum, etc. gefördert werden?

Unser Denken wurde geprägt durch die Trennung von geistiger und materieller Dimension, wie sie der Philosoph René Descartes im 17. Jh. propagierte. Die drängenden Herausforderungen der heutigen Zeit gehen zum großen Teil auf diese Trennung zurück und bedürfen einer neuen Herangehensweise. Globale Probleme wie z.B. Klimawandel, Armut, Unterernährung, Verlust biologischer und kultureller Vielfalt, etc. aber auch die alltäglichen beruflichen und privaten Herausforderungen zeichnen sich in der Regel durch einen sehr hohen Komplexitätsgrad und Langzeitfolgen aus. Der eingeschränkte Blick auf das Gesamtsystem erschwert es uns aber, verantwortbare Entscheidungen zu treffen. Mit dem Mangel an Wissen über die Folgen und nicht voraussagbare Wechselwirkungen können wir nur unzureichend umgehen.

Die Vereinten Nationen haben für die Jahre 2005-14 die Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgerufen, die aktuell mit dem Weltaktionsprogramm weiter entwickelt und umgesetzt wird.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen in die Lage versetzt werden, „... Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder auf das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.“ (Deutsche UNESCO-Kommission)

Bildung ist ein Schlüssel, um die Ziele globaler nachhaltiger Entwicklung zu erreichen. BNE fördert Gestaltungskompetenz, Dialogfähigkeit, Orientierungswissen und das Erkennen von systemischen Zusammenhängen. Die elementare und weitreichende Bedeutung des Zusammenspiels von Bildung und Nachhaltigkeit unterstrich UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in seiner Rede beim UNESCO-Exekutivrat im Oktober 2012.

Im ersten Teil des Seminars wird eine systemorientierte Betrachtungsweise eingeübt und ein Pool von Methoden vermittelt, mit denen sich Herausforderungen anders angehen lassen. Auch die langfristige Veränderung von Haltungen wird durch den handlungsorientierten Ansatz unterstützt.

Die von Prof. Meadows am Laboratory for Interactive Learning entwickelten Methoden, die inzwischen in verschiedenen Bildungskontexten weiterentwickelt wurden, vermitteln in lebendiger und erfahrungsbezogener Weise die Notwendigkeit des Denkens in systemischen Zusammenhängen.

Dass schon junge Menschen an diese Herausforderung und das Denken in systemischen Zusammenhängen herangeführt werden können, zeigen die Methoden und Unterrichtsreihen, die an den Pädagogischen Hochschulen Zürich und St. Gallen/ Schweiz entwickelt und erprobt wurden. Diese werden im praxisorientierten zweiten Teil der Schulung vorgestellt.

Die Schulung im Rahmen des Leitprojekts GenE (Leitlinie Bildung) wird gemeinsam vom Pädagogischen Institut des Referates für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München und BenE München e.V. veranstaltet - in Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Hochschulen Zürich.